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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 2/2018 zum Thema
«GOTTESFRIEDE UND WELTFRIEDE»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Hans Maier
GOTTESFRIEDE UND WELTFRIEDE

Friede ist kein Naturprodukt. Er muss von Menschen geschaffen, «gestiftet» werden. Auch die Bergpredigt spricht von den «Friedensmachern» (pacifici). Dabei spielt die Zweiheit von «innen» und «außen» eine wichtige Rolle. Im Inneren organisierter Gesellschaften entstehen seit Urzeiten immer wieder homogene Friedensräume, in denen Gewalt tabuisiert ist, die Selbsthilfe durch Gericht und Polizei ersetzt wird, während nach außen, gegenüber anderen politischen Gebilden, Gewaltübung als mögliche Option weiterbesteht, freilich durch Verträge und Abmachungen eingeschränkt werden kann. So ist die Situation bis heute zweigeteilt: der innerstaatliche Friede (Landfriede) bildet in den meisten Ländern der Welt ein Fundament des Rechts und ist – zwar oft mühsam – gesichert. Der zwischenstaatliche Friede dagegen – der Weltfriede – ist nach wie vor ein brüchiges Postulat, auch nach der Ächtung des Krieges durch den Briand-Kellogg-Pakt (1928) und nach den auf diesen Pakt gestützten Nürnberger Prozessen (1945–49).

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Leseprobe 1
Johannes Brachtendorf
AUGUSTINUS: FRIEDENSETHIK UND FRIEDENSPOLITIK

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragFür Augustinus ist Frieden nicht nur ein ethischer und politischer, sondern auch ein metaphysischer Begriff. Die metaphysische Bedeutung fundiert in mancher Hinsicht die anderen Dimensionen des Begriffs, so dass sie vorab umrissen werden soll.

1. Der metaphysische Begriff des Friedens: innere Einheit

Neben Einheit, Wahrheit und Gutheit bezeichnet Friede bei Augustinus eine allgemeine Eigenschaft, die dem Seienden als solchem, also unabhängig von seiner Art zukommt.1 Friede ist hier zu verstehen als innere, geordnete Einheit. Jedes Seiende vom leblosen Stein über das lebendige Tier bis zum Menschen stellt eine Einheit von Teilen dar. Friede unter den Teilen ist die Voraussetzung für den Erhalt der Ordnung des Ganzen, denn was seinen Frieden verliert, büßt seinen Zusammenhalt ein und zerfällt. Somit ist innerer Friede die Existenzbedingung für jedes zusammengesetzte Seiende.
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Leseprobe 2
Jörg Ernesti
KIRCHE IM KRIEG
Benedikt XV. als Mittler des Friedens

Einem Jugendfreund aus gemeinsamen Genueser Studientagen vertraute sich Benedikt XV. im Sommer 1915 an: Er tue alles ihm Mögliche, um die Menschen zu versöhnen, «aber die Katholiken, die auf mich hören müssten, fühlen sich eher als Belgier, Deutsche, Österreicher usw., als dass sie sich als Katholiken fühlen.» Mit diesen Worten ist das ganze Dilemma umschrieben, das das Wirken des «Friedenspapstes» im Ersten Weltkrieg kennzeichnet.

Um sein Handeln recht einordnen zu können, muss man ein wenig zurückblenden. Nach der Zerschlagung des alten Kirchenstaates im Jahr 1870 war es zu einer nie gekannten Solidarisierung mit dem Papst als selbsterklärtem «Gefangenen im Vatikan» gekommen. Wallfahrten nach Rom wurden zu einem namhaften Phänomen; eine ultramontane Presse machte sich für die Anliegen des Papsttums stark; durch den «Peterspfennig» wurden Katholiken in aller Welt zur Gewährleistung der materiellen Basis des Vatikans in die Pflicht genommen; durch insgesamt zehn internationale Vermittlermissionen wurde das außenpolitische Prestige des Heiligen Stuhls gemehrt. Damit war das Papsttum mehr denn je zum politscher global player mit moralischer Weltgeltung geworden. Eine Probe auf diese neuen Rahmenbedingungen musste der Erste Weltkrieg werden. Würde man dem Papst Autorität zubilligen und seinen Worten Gehör schenken?
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Leseprobe 3
Hans Maier
KRIEG UND FRIEDEN HEUTE

Der Kriegsbegriff, früher scharf umrissen, wird undeutlich in der Gegenwart. Das hängt mit Veränderungen in der äußeren Erscheinung des Krieges zusammen. Wir erleben heute die bekannte «Enthegung» des Krieges – nachdem sich frühere Jahrhunderte vor allem um seine «Einhegung» (und das heißt zugleich: um seine begriffliche Abgrenzung) bemüht hatten. Der Krieg hebt sich inzwischen vom Frieden nicht mehr mit der früheren Unzweideutigkeit ab. In diffusen Formen dringt er in die Normalität, den Alltag ein. An vielen Stellen verschwimmen die Grenzen zwischen Krieg und Zivilität; hybride Formen eines Halbfriedens oder Halbkriegs entwickeln sich und gewinnen an Boden. Sehr verkürzt gesagt: Krieg ist heute längst nicht mehr allein der überlieferte Krieg zwischen Staaten. An vielen Orten hat er die Uniform ausgezogen, ist er dabei, sich von der Figur des Soldaten zu lösen. Auch die klassischen Formeln, die früher seinen Anfang und sein Ende kennzeichneten, haben in der heutigen Welt an Kraft verloren. Es gibt kaum mehr Kriegserklärungen – aber auch die Friedensschlüsse sind bis auf einen kleinen intra-nationalen Rest (meist nach Bürgerkriegen!) verschwunden.
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