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Titelcover der aktuelle Ausgabe 3/2017 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Chronologisch- thematische Liste aller Hefte von 1972-heute
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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2017 zum Thema
«Tradition»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Julia Knop
TRADITION

Ohne Überlieferung gäbe es weder Christen noch ein Christentum. Der Christ lebt vom Weiterhören und Weitersagen des Wortes, mit dem Gott den ersten Tag in diese Welt gesetzt (Gen 1), mit dem Er sich in die Geschichte dieser Welt hineingesagt und ausgesagt hat, durch das Er sich unter den Menschen hörbar und erzählbar gemacht hat. Das Christentum gründet in der Überlieferung des einen, ein für allemal von Gott in diese Welt gesagten Wortes, das Mensch wurde und sein Zelt unter den Menschen aufgeschlagen hat ( Joh 1,1–14). Christentum ist Überlieferung (traditio) dieses fleischgewordenen Wortes, Jesus Christus, der ausgeliefert und verraten wurde (traditur) und sich hingab (tradidit) in den Kreuzestod. Seine traditio geschieht für uns und für alle, wenn Christen Eucharistie feiern und so den Tod und die Auferstehung Jesu Christi verkünden.

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Leseprobe 1
Julia Knop
HERMENEUTIK DER REFORM – REFORM DER HERMENEUTIK
Über Fortschritt und Erneuerung in kirchlicher Überlieferung

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Vier Kardinäle – fünf Zweifel

Das nachsynodale apostolische Schreiben Amoris laetitia, das Papst Franziskus im Frühjahr 2016 als Abschluss eines zweijährigen synodalen Prozesses publizierte, traf in Kirche und Gesellschaft auf ungewöhnlich breite Zustimmung. Viele Kommentatoren äußerten Erleichterung: Kirche und Gesellschaft, Lehre und Leben, Tradition und Gegenwart finden zueinander. Jahrzehntelange Blockaden lösen sich. Freude und Leid, Glück und Sorge von Partnerschaft und Familie finden kirchliche Resonanz. Auch wenn nicht jeder alle Wünsche erfüllt sah, fiel die mediale Bilanz einhellig aus: Die Richtung stimmt. Es geht vorwärts.

Einige aber hatten Zweifel. Sie bezweifelten, dass die mit dem synodalen Prozess eingeschlagene Richtung stimmt, und fürchteten, dass ein Aggiornamento der katholischen Beziehungsethik zur Verweltlichung und Selbstauflösung der Kirche führen würde. Um ihre «leidenschaftliche Sorge» zu artikulieren, wählten im Herbst 2016 vier Kardinäle das Format der so genannten «Dubia», mit dem bei Rechtsunsicherheit Klärungsbedarf angemeldet wird.

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Leseprobe 2
Alfred Bodenheimer
JOSEFS MUMIE, JOSIAS’ BUCH

Gewähr und Gefahr jüdischer Traditionsideologie


Begeben wir uns ins Innere des biblischen Diskurses, so fällt uns an einigen Stellen auf, dass sich Ankündigungen der Verwirklichung göttlicher Ansagen über mehrere Generationen vom Augenblick der Ankündigung her erstrecken – die Welt, in der sich die Voraussage erfüllen wird, ist eine ganz andere als diejenige, in der sie ausgesprochen wurde. Der Empfänger der Ankündigung wird somit nicht mehr derjenige sein, an dem oder auch nur zu dessen Lebzeiten sie sich vollzieht, und die Generation des Vollzugs wird ihre Situation kaum mehr mit jener der Ankündigung in eine konsekutive Verbindung zu bringen imstande sein. Zugleich gibt es jeweils ein Element, das diese alte Welt der Ankündigung direkt oder indirekt mit der Welt der Vollstreckung verbindet. Die Welt der Ankündigung kann nie ganz verschwunden sein, wo die Welt der Vollstreckung wirkt.

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Leseprobe 3
Rüdiger Görner
«DA DIE CHRISTBÄUME IN FLAMMEN AUFGINGEN»
Religiöse Spuren im Spätwerk Friederike Mayröckers

Von einer namenlosen japanischen Dichterin ist überliefert, dass sie sich, um die nötige Weihe für ein weiteres Werk zu empfangen, in einen Tempel einschließen ließ. Durch einen Fensterschlitz hatte man ihr jedoch den Schlüssel zugesteckt, als Versuchung. Sie aber blieb standhaft und begann denn auch nachts in dem einsamen Tempelraum, auf dem Deckel eines Gebetbuches, die Niederschrift ihrer dichterischen Eingebungen. Der inzwischen sträflich unterschätzte Dichter Max Dauthendey überliefert diese Episode zu Beginn seiner Aufzeichnungen Gedankengut aus meinen Wanderjahren (1913), wobei er einräumt, dass sich heute zwar kein Dichter etwa in eine Sakristei zurückziehe, um sich auf sein neues Werk einzustimmen; doch gehe es auch weiterhin nicht ohne solche Einstimmung, woher sie auch komme.

Auch Friederike Mayröcker wäre nur besuchshalber in einem japanischen Shinto-Tempel oder einer Sakristei vorstellbar. Ihre Einstimmung bezieht sie offenbar ausschließlich und unablässig in ihrer Arbeitsklause, jenem scheinbaren Chaos aus Papieren und Büchern, Ausschnitten und Briefen: Sie ist die Hieronyma im Gehäus unserer Zeit.

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