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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 2/2021 zum Thema
«WEINEN»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Tobias Mayer
WEINEN

Das Weinen ist eine emotionale Ausdrucksform, die im ganzen Spektrum menschlicher Gefühle zu Hause ist, nicht nur in der Traurigkeit. Ein physiologisch alltägliches Phänomen, das gesteigerte Aussondern der Tränenflüssigkeit, ist zugleich Spiegel des Gemüts und zeigt ohne Worte, dass die Person emotional angerührt ist. Weinen ist dem Lachen, dem Lächeln und überhaupt der ganzen Mimik verwandt, sticht aber in besonderer Deutlichkeit hervor. Es ist sichtbarer und auffälliger als andere körperlichen Gefühlsausdrücke. Vielleicht haftet öffentlichem Weinen auch deshalb der Makel der peinlichen Entgleisung an – wobei es nicht nur als Schwäche und mangelnde Selbstbeherrschung, sondern, je nach Akteur und Situation, zuweilen auch als Zeichen der emphatischen Berührbarkeit und des authentischen Mitgefühls interpretiert wird.

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Leseprobe 1
Hans-Ulrich Weidemann
«DAS KLAGEN ÜBERLASSEN WIR DEN FRAUEN» (PLATON)
Die Tränen Jesu im Neuen Testament

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Von den weinenden Helden zu den selbstbeherrschten Männern
«Die homerischen Helden weinten noch wie die Frauen – erst in der klassischen Zeit tritt mehr und mehr das Modell eines Mannes hervor, der sich im Unterschied zur Frau in seinem Schmerz beherrscht.»1 Diesen geschlechtsspezifischen Unterschied beim Weinen hat Platon in seinem Dialog Phaidon zu Beginn einer der berühmtesten Sterbeszenen der Weltliteratur ausdrücklich in Szene gesetzt: Dort brechen die bei Sokrates verbliebenen Männer in Tränen aus, als er den tödlichen Schierlingsbecher geleert hatte. Aber Sokrates ermahnt sie, mit dem Weinen aufzuhören (117d), die Frauen habe er schließlich aus eben diesem Grund schon lange zuvor weggeschickt (vgl. 60a). Phaidons vielsagende Reaktion: «Als wir das hörten, schämten wir uns und hörten auf zu weinen» (117e).2

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Leseprobe 2
Johannes Hartl
«UND UNTER TAUSEND HEISSEN TRÄNEN FÜHLT ICH MIR EINE WELT ENTSTEHN»
Emotionen und religiöses Erleben


Biblischer Befund
Der Gott des Alten Testaments ist hochgradig emotional. Von Zorn (Ps 95, 11) ebenso bewegt wie von aufloderndem Mitleid (Hos 11, 8), liebender Leidenschaft und Freude (Zef 3, 17) handelt er so, wie es seinem Herzen entspricht. Zugleich zeigt Gott sich in seinen Gefühlen ansprechbar durch den Menschen. Er lässt sich von Abraham umstimmen (Gen 18, 32), durch tränenreiche Buße in Ninive erweichen (Jona 3, 10), er hört das Weinen und sieht das Elend der Verlassenen (Gen 21, 17). Jene, die es mit ihm zu tun haben, die ihn erfahren und zu ihm beten, tun dies ebenso auf höchst emotionale Weise. Dem Herrn wird gedient mit Jubel (Ps 100, 2) und Zittern (Ps 2, 11). Angst und Entsetzen erfahren jene, die Gott begegnen (Gen 15, 12), sie fallen nieder (Ez 1, 28) und bangen um ihr Leben (Jes 6, 5). Im Neuen Testament verkörpert Jesus die ganze Bandbreite der gottmenschlichen Gefühle (Mk 3, 5; Lk 10, 21) und ebenso emotional sind die Reaktionen auf ihn, gerade im Lukasevangelium (Lk 6, 11; Lk 7, 38; Lk 5, 8). Ob Freude, Neid, glühender Hass, Liebe oder tiefste Anbetung: bei Jesus bleibt niemand neutral.

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Leseprobe 3
Margit Eckholt
GAST SEIN UND GOTT HEREINBRINGEN
Geistlich-theologische Anmerkungen zum ökumenischen Weg in der deutschen Ortskirche

1. Dialog und Eucharistie im Dienst der Versöhnung in der Gebrochenheit von Welt und Kirche
Der von Papst Franziskus am 14. Oktober 2018 heiliggesprochene Erzbischof Oscar Arnulfo Romero hat in einer Predigt vom 20. Februar 1977 formuliert: «Schwestern und Brüder, der Dialog darf sich nicht dadurch auszeichnen, dass verteidigt wird, was man mitbringt. Der Dialog zeichnet sich durch Armut aus: arm hingehen, um zwischen den beiden die Wahrheit, die Lösung zu finden. Wenn die beiden Parteien eines Konflikts ihre Positionen nur verteidigen, werden sie (aus dem Dialog) herausgehen, wie sie hineingegangen sind.» Auf dem Hintergrund des immer heftiger werdenden Konflikts in El Salvador ruft er zum Dialog auf und führt ein Prinzip ein, das einen Raum für Begegnung und Verständigung eröffnen soll, die «Armut» – d.h. so in das Gespräch mit den anderen hineinzugehen, dass von einem Beharren auf der eigenen Position Abstand genommen wird und Raum für die gemeinsame Suche nach Verständigung und Frieden möglich wird. Für die in den Konflikt involvierten Katholiken und Katholikinnen war dabei das gemeinsame Mahl, die Eucharistiefeier, ein Weg, in diese «Armut» hineinzufinden. Das Lied der Misa popular salvadorense «Vamos todos al banquete, A la mesa de la creación; Cada cual, con su taburete, Tiene un puesto y una misión» («Wir gehen alle zum Bankett, zum Tisch der Schöpfung; jeder mit seinem Schemel, und er hat einen Platz und eine Mission»), das auf einen Text des am 12. März 1977 ermordeten Jesuiten Rutilio Grande zurückgeht, eines sehr engen Freundes von Bischof Romero und dessen Tod ein zentraler Ausgangspunkt für die «Umkehr» von Oscar Romero zu einer «Kirche der Armen» gewesen ist, verbindet in der gläubigen Erfahrung des Volkes die Gastmähler, an denen Jesus teilgenommen hat mit dem Mahl, das er mit seinen Jüngern gefeiert hat.

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