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Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 1/2021 zum Thema
«GOTTESFRAGE»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Holger Zaborowski
NACH GOTT FRAGEN

Vor über 50 Jahren erschien im Kösel-Verlag der Band Wer ist das eigentlich – Gott? mit Beiträgen zahlreicher Autoren wie Karl Rahner, Bernhard Welte, Albert Görres, Robert Spaemann, Bernhard Vogel, Heinrich Rombach, Joseph Ratzinger oder Johann Baptist Metz. Dieser Band ging auf eine 1968 ausgestrahlte Sendereihe des Süddeutschen Rundfunks zurück und erschien wenige Jahre später als Taschenbuch im Suhrkamp Verlag. In seinem Vorwort schrieb der Herausgeber Hans Jürgen Schultz: «Die Frage ‹Wer ist das eigentlich – Gott?› stammt von Kurt Tucholsky. Es ist eine Frage unserer Zeit. Sie wird kaum noch mit Ironie oder Polemik, sondern eher in einer Verbindung von Neugier und Interesse vorgetragen. Sie wird immer häufiger gestellt. Sie wird immer seltener beantwortet.»1 Auch die Gottesfrage gehört also zur viel beschworenen Suhrkamp-Kultur – nicht nur in jenem posttheistisch-provokanten Sinne, den ihr Peter Sloterdijk jüngst etwa in Den Himmel zum Sprechen bringen. Elemente der Theopoesie oder in Nach Gott gegeben hat2, sondern auch im Sinne eines christlich-glaubenden Ringens darum, ob Gott sei und, falls ja, wer er eigentlich sei – nicht einfach nur «an sich», sondern für uns Menschen in einer bestimmten Gesellschaft, in einer konkreten Geschichte, mit alltäglichen Erfahrungen. Der Band erschien bis 1985 in vier Auflagen. Das spricht für ein tatsächlich breites Interesse an dieser Frage – und an den Versuchen, sie zu beantworten, vielleicht gerade weil sie ansonsten so selten beantwortet wird.

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Leseprobe 1
Magnus Lerch
WENN OHNE GOTT NICHTS FEHLT
Religiöse Indifferenz als Herausforderung systematischer Theologie

Die Auseinandersetzung mit Religionskritik und Atheismus gehört zum Standardrepertoire der Theologie. Keine rationale Verantwortung des Glaubens an Gott kommt heute ohne seriöse Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Bestreitung seiner Existenz aus. Schwieriger wird es, wo sowohl Affirmation als auch Bestreitung ausbleiben, die Frage nach Gott gar nicht mehr als sinnvoller Gegenstand einer Auseinandersetzung empfunden wird. So haben in einer in Leipzig durchgeführten Umfrage Jugendliche auf die Frage, ob sie eher atheistisch oder religiös eingestellt seien, geantwortet: «Weder noch, normal halt!». Diese Begebenheit macht anschaulich, was mit ‹religiöser Indifferenz› gemeint ist: nicht für oder gegen den Glauben an Gott zu sein, sondern mit ihm einfach ‹nichts anfangen› zu können.

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Leseprobe 2
Johannes Grössl / Matthias Remenyi
GLÜCKLICHES SCHEITERN
Über Grenze und Größe der Gottesbeweise


Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Sachstand, Begrifflichkeit und eine erste These

Gottesbeweise polarisieren, ihre Erfolgs- und Nutzeneinschätzungen gehen weit auseinander. Dabei scheint die entsprechende Diskurslandschaft grob in zwei Lager aufgeteilt. Während hierzulande in Theologie und Religionsphilosophie der Sinn und Erfolg des Unternehmens ‹Gottesbeweise› tendenziell eher kritisch gesehen wird, erfreut es sich seit über 50 Jahren im angelsächsischen, zumeist eher analytisch geprägten Sprachraum ungebrochener Beliebtheit und bringt eine Vielzahl höchst differenter und sehr ernstzunehmender Literatur hervor. Das mag an den unterschiedlichen, historisch gewordenen Diskurskonstellationen liegen, die v. a. in der deutschsprachigen Theologie stark von Kants Subjektphilosophie, Heideggers Kritik an der von ihm so genannten Onto-Theologie, Wittgensteins linguistischer Wende und der französischen Phänomenologie geprägt sind. All das führt oft zu dem – unseres Erachtens irrigen – (Vor-)Urteil, dass Gottesbeweise ein nutzloses, weil schon im Grundsatz verfehltes Programm einer vorkritischen Metaphysik seien, die sich im Überspringen ihrer eigenen Kontingenz und Denkformgebundenheit anheischig mache, gewissermaßen aus der Perspektive Gottes heraus Sachurteile über die Welt und Wirklichkeit im Ganzen und den sie tragenden, absoluten Grund treffen zu können.

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Leseprobe 3
Helmuth Kiesel
GOTTES- UND GLAUBENSVERLUST IN DER LITERATUR NACH NIETZSCHE

In Friedrich Nietzsches großer, 1882 erstmals publizierter Aphorismensammlung Die fröhliche Wissenschaft findet sich im dritten Buch unter der Nr. 125 die Geschichte von einem «tollen Menschen», «der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: ‹Ich suche Gott! Ich suche Gott!›», um dann festzustellen: «Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet!» Dieses «ungeheure Ereignis», heißt es dann weiter, «sei noch unterwegs […] und noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen». Aber das fünfte Buch beginnt unter der Nummer 343 mit der Feststellung: «Das grösste neuere Ereignis, – dass ‹Gott todt ist›, dass der Glaube an den christlichen Gott unglaubwürdig geworden ist – beginnt bereits seine ersten Schatten über Europa zu werfen.» Die meisten Zeitgenossen, so fährt der Aphorismus dann fort, würden dies als erschreckende «Verdüsterung und Sonnenfinsternis» erfahren, als «Abbruch, Zerstörung, Untergang, Umsturz » aller auf den Glauben sich stützenden Überzeugungen und Normen, beispielsweise der «ganze[n] europäische[n] Moral». Für die wahren Philosophen und «freien Geister» aber bedeute jenes Ereignis «eine neue schwer zu beschreibende Art von Licht, Glück, Erleichterung, Erheiterung, Ermuthigung, Morgenröthe»: «endlich erscheint uns der Horizont wieder frei, gesetzt selbst, dass er nicht hell ist, endlich dürfen unsre Schiffe wieder auslaufen, auf jede Gefahr hin auslaufen, jedes Wagnis des Erkennenden ist wieder erlaubt, das Meer, unser Meer liegt wieder offen da, vielleicht gab es noch niemals ein so ‹offenes Meer›.»

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