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Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
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Professorin für Katholische Theologie und Religions-pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
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Professor für dog-
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Unsere aktuelle Ausgabe 4/2021 zum Thema
«SYNODALE KIRCHE»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Jan-Heiner Tück
SYNODALE KIRCHE

Kirche und Synodalität sind Synonyme, hat der Kirchenvater Johannes Chrysostomos geschrieben. Unter den ekklesiologischen Leitbegriffen des II. Vatikanischen Konzils – Volk Gottes, Leib Christi, Tempel des Heiligen Geistes, Sakrament – verwendet Papst Franziskus am liebsten den Begriff des wandernden Gottesvolkes. Alle – getaufte Frauen und Männer, Ordensleute, Priester und Bischöfe – sind gemeinsam unterwegs und bilden die ecclesia peregrinans. Man könnte sich für die synodale Kirche als Weggemeinschaft das folgende Bild vorstellen: Wie bei einer Karawane, die unter kundiger Führung durch die Wüste zieht, kann es vorkommen, dass einige vorpreschen, andere aber zurückbleiben. Sollen alle zusammenbleiben, müssen die Avantgardisten zurückgepfiffen und die Schwergängigen ermutigt werden, wieder Anschluss an die Gruppe zu gewinnen.

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Leseprobe 1
Walter Kardinal Kasper
DAS ZWEITE VATIKANUM UND DIE NACHKONZILIAREN SYNODEN
Aufbrüche – Krisen – Erwartungen


Als Papst Franziskus bei der Feier des 50jährigen Jubiläums der Bischofssynode am 17. Oktober 2015 seine Vision für den Weg der Kirche ins dritte Jahrtausend formulierte und dabei Synodalität als die Berufung und Sendung der Kirche bezeichnete, schien diese Ankündigung vielen geradezu revolutionär. In Wirklichkeit ist die Erneuerung der Synoden die konservativste Reform, die man sich denken kann. Seit dem 2. Jahrhundert gehören Synoden bzw. Konzilien (beide Begriffe wurden lange Zeit nicht unterschieden) zum Leben der Kirche. Besonders an Brennpunkten der Kirchengeschichte waren Synoden jeweils von ausschlaggebender Bedeutung.

1. Der lange und holprige Weg der Vorbereitung

Bereits das erste allgemeine Konzil von Nikäa (325) hat jährlich zwei Synoden gefordert. Nach der Krise der Reformation hat das Konzil von Trient (1545–63) die alte Tradition regelmäßiger Provinzial- und Diözesansynoden erneuert. Karl Borromäus, Vorbild des nachtridentinischen Reformbischofs, hat sich in Mailand dieser Aufgabe mit großem Eifer gestellt.

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Leseprobe 2
Rowan Williams
SYNODALITÄT UND DIE ANGLIKANISCHE TRADITION
Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag I

Das Dokument der Internationalen Theologischen Kommission aus dem Jahr 2018 über Synodalität (Die Synodalität in Leben und Sendung der Kirche) hat Papst Franziskus den Weg eröffnet, um die Wichtigkeit dieses Konzepts für die Erneuerung der Kirche zu betonen. Diese Wichtigkeit soll in der Weltsynode der Bischöfe 2023 bestätigt werden. Zu Recht hebt das Dokument über Synodalität hervor, wie dieser scheinbar durchaus abstrakte ekklesiologische Begriff stets im Lichte seines biblischen Hinterlands betrachtet werden soll. Das gilt vor allem in Bezug auf unsere Äußerungen über Jesus Christus als hodos, als ‹den Weg›. Aus der Apostelgeschichte (z. B. 9, 2; 22, 4; 24, 22) wissen wir, dass der christliche Glaube selbst in den Anfangszeiten als ‹der Weg› bezeichnet wurde: Christ sein bedeutet, auf dem Weg Christi zu gehen, vereint mit ihm bei seinem Aufstieg zu seinem Vater und unserem Vater (Joh 20, 17). Zu Beginn des 2. Jahrhunderts, so lesen wir im Dokument der Theologischen Kommission, erinnerte Ignatius von Antiochien (IgnEph 9.2) die Christen in Ephesus, dass sie synodoi seien, Weggefährten auf dem hodos der Liebe, den ihnen Christus eröffnet hat. Auf diesem Weg gehen sie in feierlicher Prozession, wie in den heidnischen Ritualen, bei denen Abbildungen der Götter herumgetragen wurden: auch sie sind Träger des göttlichen Bildes. Jedoch ist es die Liebe des Mensch gewordenen Retters, welche sie als Bild auf ihrem Weg tragen. In einem frühen apokryphen Text (ActThom 103) wird Christus passend synodos, Weggefährte, genannt. Dieses Wort – und auch das verwandte synodia – wird später für den Gottesdienst der christlichen Versammlung verwendet. In einem sehr unterschiedlichen, jedoch nicht irrelevanten Kontext kann es auch die Vereinigung des Göttlichen und des Menschlichen in Christus bezeichnen (z. B. Gregor von Nazianz, Orationes 30.8).

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Leseprobe 3
Stefan Oster
REALPRÄSENZ, SAKRAMENTALITÄT UND DER SYNODALE WEG IN DEUTSCHLAND

Erfahrungen des Anfangs: Eine Synode in Rom


Im Oktober 2018 hatte ich die Gelegenheit, an der Weltbischofssynode in Rom teilzunehmen, die sich unter dem Titel: «Die Jugendlichen, der Glaube und die Erkenntnis der Berufung» versammelt hatte. Zahlreiche Bischöfe und Ordensobere aus der ganzen Welt, Beraterinnen und Berater – und vor allem auch junge Menschen haben einen Monat lang darüber beraten, wie es heute möglich ist, mit jungen Menschen zusammen Kirche zu sein und zu leben – und ihnen Wegbegleiter zu sein auf dem Weg ins Leben, in den Glauben und in das Finden ihrer Berufung. Papst Franziskus war in den meisten Plenarversammlungen anwesend und hat mehrfach erläutert, wie er Synodalität versteht.

Wichtig war ihm in den Plenarsitzungen, dass nach jeweils fünf vierminütigen Redebeiträgen ein dreiminütiges Schweigen eingelegt wird. Wir sollten mit ihm lernen, Hörende zu werden. Zuhören, so der Papst sei nicht nur eine natürliche Fähigkeit, Zuhören sei auch ein theologischer Begriff, denn Gott hört nach der Schrift die Klage seines Volkes (vgl. Ex 3, 7). Wichtig war dem Papst auch folgendes: Die Synodalversammlung sei ein geschützter Raum.

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