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Direktor der Katholische Akademie in Berlin e.V.
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Professorin für Dogmatik an der Universität Luzern
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Professor für dog-
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Lesermeinung von
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Unsere aktuelle Ausgabe 6/2022 zum Thema
«RINGEN MIT GOTT»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Ludger Schwienhorst-Schönberger
RINGEN MIT GOTT

Ist Gott der Gegner oder der Partner, wenn Menschen mit ihm ringen? Der Psalter zeichnet eine Welt, in der die Mächte des Bösen den Beter verunsichern, angreifen und bisweilen sogar niederringen. Wenn es so etwas wie eine Grundüberzeugung des Beters in den Psalmen gibt, dann die, dass er den Mächten des Bösen ohne Gottes Hilfe schutzlos ausgeliefert ist: «O Gott, komm mir zu Hilfe, Herr, eile mir zu helfen!» (Ps 70, 2). Zusammen mit Gott vermag der Mensch den Mächten des Bösen zu widerstehen. In diesem Sinne hat die bisweilen archaisch anmutende Bildwelt des Psalters nichts von ihrer theologischen Relevanz verloren: «Er [Gott] lehrte meine Hände zu kämpfen, meine Arme, den ehernen Bogen zu spannen» (Ps 18, 35).

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Leseprobe 1
Justina C. Metzdorf
GOTT NIEMALS LOSLASSEN
Impulse aus der patristischen Exegese über Jakobs Kampf am Jabbok (Gen 32, 23-33)


«Vom Gebetskampf renkt man sich nicht die Hüfte aus.»1 Als Hermann Gunkel im Jahr 1901 seinen berühmten Kommentar zum Buch Genesis veröffentlichte, verlieh er mit dieser süffisanten Bemerkung, mit der er sich gegen die allegorischen Auslegungen der Erzählung vom Kampf Jakobs am Jabbok richtet, seiner festen Überzeugung Ausdruck, dass «alle die ‹geistigen› Wahrheiten (…) im Text keinen Anhalt»2 haben. Vielmehr bezeugten die geistlichen Auslegungen dieser Geschichte lediglich die bemerkenswerte «Kraft der Religion, sich Fremdartiges anzueignen, Uraltes in neuem Sinne umzubilden und Schlacken in Gold zu verwandeln»3.

Die Kirchenväter, um deren Auslegungen der Erzählung vom nächtlichen Kampf Jakobs es in diesem Beitrag gehen soll, verstehen ihre geistliche Deutung keineswegs als Aneignung, Umbildung oder Verwandlung des Textes. In ihrer Hermeneutik klafft zwischen der historisch-philologischen Texterklärung und dem geistlichen Verstehen kein jäher Abgrund. Allerdings unterscheiden sich die Fragen, mit denen die Kirchenväter an den Text herantreten, zum Teil ganz erheblich von den Fragestellungen, unter denen ein moderner Kommentar die Perikope untersucht.

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Leseprobe 2
Dieter Böhler
MIT GOTT GEGEN GOTT
Das Ringen des Beters von Ps 77 mit Gott

«[M]ulti clamant ad Dominum pro d iuitiis acquirendis damnisque deuitandis, pro suorum salute … . Pro his atque huiusmodi rebus multi clamant ad Dominum; vix quisquam propter ipsum Dominum»1, «viele rufen zum Herrn um Reichtümer, die sie erlangen, wegen Schäden, die sie vermeiden wollen, um Wohlbefinden für ihre Leute …. Für dies und derlei Dinge rufen viele zum Herrn, kaum jemand um des Herrn selbst willen», kommentiert Augustinus anerkennend zu Psalm 77, dessen Beter er bescheinigt, Gott nicht um «irgendetwas» anzurufen, sondern um Gottes selbst willen. Dem Beter dieses Psalms geht es um Gott. Zwar wird auch das drängende Gebet des Psalmisten durch eine konkrete Notlage veranlasst – es ist ein nationales Desaster – aber der Beter bittet an keiner Stelle um Behebung dieser Not, sondern ringt mit Gott um Gott, der ihm zum Problem geworden ist, um einen Gott, mit dem er nicht mehr zurechtkommt, den er einst zu kennen glaubte, der ihm jetzt aber ein Rätsel geworden ist, ein Rätsel, das ihn quält. Er kämpft mit dem Gott der biblischen Überlieferung gegen den von ihm aktuell erfahrenen Gott. Er ringt mit dem Gott, über den er endlos und fruchtlos nachgegrübelt hat, mithilfe des Gottes, den er ratlos anspricht.

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Leseprobe 3
Eckhard Nordhofen
INKARNATION FÜR ALLE?
Die Medien des Monotheisten

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Don Camillo hatte kein Offenbarungsproblem. Das Kruzifix vom Hauptaltar seiner Kirche teilte ihm unüberhörbar und zuverlässig mit, was er zu tun und zu lassen hatte. Darauf müsste eigentlich jeder Monotheist neidisch sein, denn so präzise Handlungsanweisungen hört er von seinem großen Gegenüber nicht. Die zentrale Offenbarung des biblischen Gottes war gewaltig, ging aber zunächst nicht ins Detail. Sie bestand in der puren Ausrufung seiner Existenz. Das war weiß Gott nicht wenig. Diese Wirklichkeit der Wirklichkeiten, der alles Sein sein Dasein verdanken sollte, steht seitdem wie ein Vorzeichen vor der Klammer, die die Welt bedeutet: Ein einziger Gott als das große Gegenüber! Israel hatte die wichtigste Schwelle unserer Religionsgeschichte überschritten.

Die Frage des Monotheisten, die sich aus dem Neid auf Don Camillo fast zwangsläufig ergibt, muss lautet: Und was heißt das jetzt für mich? Lieber Gott, kannst du nicht etwas konkreter werden? Was willst du, dass ich tun soll? «Dein Wille geschehe» – sehr gern. Aber wie erkenne ich ihn? Die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wird mir ja nachparadiesisch vorenthalten. Wie oft bin ich ratlos. Soll ich das Böse hinnehmen oder darf ich nicht auch einmal zurückschlagen wie Don Camillo? Genau das hatte übrigens im Kino die Stimme vom Kruzifix dem rauflustigen Gotteskämpfer (fast) immer verboten.

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