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Titelcover der aktuelle Ausgabe 3/2021 - klicken Sie für eine größere Ansicht
Herausgeber und Redaktion
THOMAS SÖDINGThomas Söding Professor für Neues Testament,
Universität Bochum
JAN-HEINER TÜCK
Jan Heiner Tück Professor für dog-
matische Theologie, Universität Wien
JULIA KNOP
Julia Knop Prof. für Dogmatik an der Katholisch-Theologi- schen Fakultät der Universität Erfurt
Herausgeber und Redaktionsbeirat stellen sich vor.
Lesermeinung von
Anton SvobodaAnton Svoboda,
Dipl.-Theologe, Musiker

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Unsere aktuelle Ausgabe 3/2021 zum Thema
«CORONA»
mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Thomas Söding
CORONA

Zu den erschreckenden Visionen Jesu gehört die Zerstörung Jerusalems. Nach Markus, Matthäus und Lukas hat er vorausgesehen, was im Jahre 70 n. Chr. traurige Realität geworden ist: Flavius Josephus hat in seinen Büchern über den Jüdischen Krieg und die Jüdischen Altertümer die grausame Geschichte erzählt: Hass und Terror, Mord und Totschlag, Vergewaltigung, Raub, Brandschatzung – Zerstörung allenthalben.

Auf dem Ölberg hält die Kapelle Dominus flevit die Erinnerung daran fest, dass Jesus nach dem Lukasevangelium geweint hat, als er bei seinem triumphalen Einzug in die Stadt vor dem Paschafest weiter als alle anderen geblickt hat: über sein eigenes Kreuz und seine Auferstehung hinaus in die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes hinein, das auf Gottes Erde inmitten aller Völker seiner Sendung folgt (Lk 19, 41). Nicht Genugtuung ob eines angeblich verdienten Schicksals, nicht Befriedigung ob der Treffsicherheit einer Unheilsprognose, nicht ressentiment ob der Ablehnung Jesu soll das Herz der Gläubigen erfüllen, sondern Mitleid mit den Opfern, Anteilnahme an ihrem Geschick, Wahrnehmung ihres Leidens.

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Leseprobe 1
Jan Heiner Tück
GOTT IN DER KRISE
Die Corona-Pandemie als theologische Herausforderung

Ist die Epidemie eine Strafe Gottes? Eine fällige revanche de dieu gegen eine gottvergessene Generation? Zu Beginn der Corona-Krise gab es vereinzelt Stimmen, die das archaische Deutungsmuster neu bemüht haben. Auch der brasilianische Befreiungstheologe Leonardo Boff meinte, die Corona-Pandemie als «Vergeltungsmaßnahme der Mutter Erde» bezeichnen zu sollen. Er prangerte den rücksichtslosen Raubbau der natürlichen Ressourcen an und deutete Krankheiten wie das Corona-Virus als Folge unverantwortlichen menschlichen Verhaltens. Zwar vermied Boff , direkt von einer «Rache Gaias» zu sprechen, da, wie er einschränkend festhielt, «die große Mutter Erde keine Rache nimmt». Aber da der Mensch die deutlichen Anzeichen der ökologischen Krise und des Klimawandels in der Vergangenheit ignoriert habe, sende die Erde nun doch Vergeltungsmaßnahmen wie die Corona-Pandemie. Boffs Kritik am Raubbau der Erde und einer ökologisch unverantwortlichen Profitgier ist nur allzu berechtigt, zumal die Verbreitung des Corona-Virus auch durch menschliches Versagen verursacht wurde. Aber die Stilisierung der «großen Mutter Erde» zu einer Rachegöttin, die zur Strafe für das rücksichtlose Verhalten der Menschen Vergeltungsmaßnahmen verhängt, kann theologisch ebenso wenig überzeugen wie Strategien einer Gottesbeschimpfung, die den Schöpfer auf die Anklagebank setzen.

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Leseprobe 2
Joachim Negel
THEOLOGIE DER LEBENSKUNST – ODER: WAS DAS CORONAVIRUS MIT DEM LIEBEN GOTT ZU TUN HAT
Theologische Mucken und sapientiale Grillen aus gegebenem Anlass


Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragSituationsbeschreibung: Eine Gemengelage der Stimmungen und Gefühle

Im März vor einem Jahr: Eine tiefe Verstörung ergreift die Gemüter. Was soeben noch Forderung globalen Wirtschaftens war: Spontaneität, Flexibilität, Steigerung, Wachstum, Vernetzung, offene Grenzen, ist von einer Woche auf die andere verboten. Ein sog. Lockdown wird verhängt, Flugzeuge bleiben am Boden, Warenflüsse stagnieren, Städte und Länder werden geschlossen, Kindergärten, Schulen und Universitäten zugesperrt: eine Art globale Fastenzeit (Quarantaine = Quadragesima), die sich über alles legt wie ein dumpfer Nebel. Das offene Gesicht und die ausgestreckte Hand gelten plötzlich als gefährlich; man geht sich aus dem Weg, und wo dies nicht möglich ist, trägt man Maske und hält Abstand. Umarmung und Händedruck, einst Zeichen von Freundschaft und Kollegialität, werden ersetzt durch ein Stoßen der Ellbogen oder ein Treten an den Fußknöchel.

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Leseprobe 3
Käte Meyer-Drawe
AUGEN–BLICKE
Überlegungen zum Antlitz und seinen Verhüllungen

«Ein erstaunliches Faktum:
Das Auge ist der einzige Körperteil des Menschen, der spiegelt.» (Friedrich Kittler)

1. Masken und Gesichter

In der digitalen Kommunikation nehmen Gesichtsausdrücke einen immer größeren Raum ein. Grimassen und artifizielle Mienenspiele werden geübt, an Emojis delegiert und zurückgespiegelt, um ganz bestimmte Gefühle auszudrücken und hervorzurufen. Selfies werden bearbeitet und verschickt. Währenddessen wird in Zeiten von Corona das mit einem Mund-Nasen-Schutz teilmaskierte Gesicht, wenn auch nicht ausnahmslos, normalisiert. Manch einen überkommt jedoch der Verdacht, dass damit unsere mimische Konversation erheblich gestört werde. Während die Manipulation des Gesichtsausdrucks in der Welt der Bilder kaum noch Grenzen kennt, scheint die lebendige Mimik zu verarmen. Es kann aber auch sein, dass sich diese Verlustbilanz an Gesichtsfiktionen orientiert, an Vis-à-Vis-Begegnungen, die uns zeitgenössische Gesichtsbilder wie etwa bei Facebook oder Instagram zwar vorgaukeln, die unsere Alltagserfahrungen allerdings nicht bestätigen. Überdies suggerieren virtuelle Selbstbilder eine unmittelbare Begegnung mit dem eigenen Gesicht, die uns deshalb versagt ist, weil wir mit uns selbst keine Blicke wechseln können.

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